Schon in der klassischen Musik wusste man von der Wirkung einer bombastischen und euphorisch anmutenden Ouvertüre. Und auch in der modernen Musik halte ich einen kraftvollen und fesselnden Opener, der modernen Eröffnung sozusagen, für den Schlüssel zu einem "guten" Album.
Schließlich ist der Opener der Einstieg in das Album. Wer kennt das Gefühl nicht. Man bekommt ein neues Stück Musik, legt die CD mit zitternder Erwartung in den Player, drückt Start und wartet auf die neuen Klänge, die einen verzaubern sollen. Ich behaupte: Ist das was da kommt langweilig und wenig mitreißend, dann wird auch das Album weniger deutlich in Erinnerung bleiben. Der erste Eindruck entscheidet. Sicherlich gibt es da noch manch andere Faktoren, ob ein Album letztlich wirklich groß ist, ein guter Beginn kann aber nicht schaden.
Es gibt unzählig kraftstrotzende und gradlinige Nummern (gerade im Bereich Rock/Metal), die den Beginn eines Albums darstellen und einen förmlich mit Hochgeschwindigkeit in das Album befördern. Beispiele sind z.B.:
King's X - Tape Head (1998): Groove Machine
Vicious Rumors - Vicious Rumors (1990): Don't Wait For Me
Motörhead - Ace Of Spades (1980): Ace Of Spades
Rush - Power Windows (1985): The Big Money
Rush - Moving Pictures (1981): Tom Sawyer
Faith No More - Album of The Year (1997): Collision
IQ - Ever (1993): The Darkest Hour
Doch nicht nur kraftstrotzende Nummern gehören hier erwähnt. Es sind auch unverkennbare Melodielinien, die den Start eines Albums so versüßen. Da kann man z.B. solche Stücke wie die folgenden zu zählen:
Änglagård - Hybris (1992): Jordrök
Dream Theater - Images And Words (1992): Pull Me Under
Genesis - Foxtrott (1972): Watcher Of The Skies
Spock's Beard - The Light (1995): The Light
Supertramp - Crime Of The Century (1974): School
Nucleus - We'll Talk About It Later (1971): Song For The Bearded Lady
Eine dritte Kategorie stellen da noch die Alben dar, die mit einem Intro beginnen (häufig sind das die sogenannten Konzeptalben, die eine Geschichte erzählen wollen). Doch nicht jedes Intro verdient sich seine Lorbeeren so, wie die hier erwähnten:
Hamadryad - Conservation Of Mass (2000): Amora Demonis
Somnambulist - The Paranormal Humidor (2001): In The Mindwarp Pavillion
Psychotic Waltz - Into The Everflow (1990): Ashes
Queensryche - Promised Land (1994): 9:28 am/ I am I
Mehr fällt mir wirklich gerade nicht ein. Die Liste verfolgt auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, alles kann ich leider nicht kennen. Fällt euch noch was ein, so schreibt einen Kommentar und lasst es mich wissen.